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Hirnliga - Forschungspreis 2006
Prof. Dr. Birgit Liss Molecular Neurophysiology, Philipps University Marburg, Institute for Physiology, Deutschhausstrasse 2, 35037 Marburg
K-ATP channels promote the differential degeneration of dopaminergic midbrain neurons
Die Parkinsonsche Krankheit ist nach dem Morbus Alzheimer die zweithäufigste
neurodegenerative Erkrankung, an der allein in Deutschland über
200.000 Menschen leiden. Da die Ursache des Morbus Parkinson immer noch
weitestgehend unklar ist, können bislang nur seine Symptome behandelt
werden. Wenn diese beginnen aufzutreten (verlangsamte Bewegungen, Muskelsteifheit
und Zittern, z.B. der Hände), dann hat der Krankheitsprozess schon
Jahre zuvor seinen Lauf genommen: insbesondere mehr und mehr spezielle
Dopamin-produzierende Nervenzellen in einem Bereich des Mittelhirns,
der sogenannten Substantia nigra (SN, Schwarze Substanz), sind nach
und nach abgestorben. Der von ihnen freigesetzte Botenstoff Dopamin
ist aber entscheidend für die korrekte Steuerung unserer Bewegungen.
Interessanterweise sterben nun nicht alle Dopamin-produzierenden Nervenzellen
im Verlauf des Morbus Parkinson ab: Einige dieser Neurone scheinen wesentlich
resistenter zu sein, und überleben den fortschreitenden Krankheitsprozess.
Dieses Phänomen der “unterschiedlichen Empfindlichkeit (=Vulnerabilität)“
bestimmter Neuronengruppen gegenüber dem Krankheitsprozess findet
sich nicht nur bei Morbus Parkinson, sondern ist bei allen neurodegenerativen
Erkrankungen präsent. Woran liegt das? Was auch immer eine spezielle
neurodegenerative Krankheit auslöst, warum sind es nur bestimmte
Neuronengruppen, die besonders betroffen sind? Diese Frage im Kontext
der Parkinsonschen Erkrankung stellte den Ausgangspunkt unser Untersuchungen
dar.
Werdegang und Lebenslauf von Prof. Birgit Liss finden Sie -> hier
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