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Forschungsförderung 2007Buschert, Verena Bürger, Katharina Alzheimer Gedächtniszentrum
Entwicklung und Evaluierung einer modularen alltagsrelevanten kognitiven Intervention für Patienten mit leichter kognitiver Störung (LKS) mittels neuropsychologischer und funktionell bildgebender Verfahren.
In einer meta-analytischen Untersuchung der Daten von über 29
000 Personen konnte nachgewiesen werden, dass komplexe geistige Aktivität
im höheren Lebensalter mit einer höheren Reservekapazität
des Gehirns und einem signifikant niedrigeren Risiko, eine Demenz zu
entwickeln, assoziiert ist. Es stellt sich die Frage, ob eine gezielte
kognitive Intervention diesen Effekt bei Menschen mit leichter kognitiver
Störung (LKS) bewirken kann. Darüber hinaus ist von Interesse,
inwiefern auch das globale Funktionsniveau stabilisiert und die Konversionsrate
in eine Alzheimer-Demenz (AD) verringert werden kann. Gegenstand des vorgeschlagenen Projektes ist es, erstmalig eine reproduzierbare,
stadiengerechte und alltagsrelevante kognitive Intervention für
Menschen mit LKS in deutscher Sprache zu konzipieren und zu evaluieren.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob bedeutsame Transfereffekte auf nicht-kognitive
Leistungsbereiche – hier auch bei Angehörigen – ermittelt
werden können neben den spezifischen Wirkungen auf kognitive Fähigkeiten.
Der Versuchsplan der Interventionsstudie für Menschen mit LKS (n=48)
enthält zwei Bedingungen: A. multimodulares alltagsrelevantes Gruppentraining,
B. Aufgaben für zu Hause sowie monatliche Besprechung. Für die Überprüfung der Wirksamkeit des Trainings bilden
die Ergebnisse von neuropsychologischen Untersuchungen, die bei allen
Projektteilnehmern (Behandlungs-/Kontrollgruppe, Angehörige) vor
und nach der Interventionsphase durchgeführt werden, die Grundlage.
Zur Überprüfung der Stabilität beobachteter Effekte erfolgt
eine weitere neuropsychologische Testphase ein halbes Jahr nach Beendigung
der Interventionsmaßnahmen für alle Projektteilnehmer. Die
Darstellung von Interventionseffekten auf neurobiologischer Grundlage
erfolgt mittels 18FDG-Positronen-Emissions-Tomografie (PET), die bei
allen Trainingsteilnehmern vor und nach der jeweiligen Intervention
durchgeführt wird. Das vorgeschlagene, eigenständige Projekt soll neben der Erstellung
eines standardisierten deutschsprachigen Trainingsprogramms erstmalig
Daten zum Nachweis von Trends und zur Abschätzung der Effektstärken
einer Intervention für zukünftige multizentrische Studien
mit größerer Fallzahl im Sinne einer Pilotstudie bereitstellen.
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