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Forschungsförderung 2006Seitz, Roger
Kurzbeschreibung Hochfeld-(3T)-Diffusionstensor-Bildgebung des cerebralen frontalen Marklagers
zur Prüfung von Hypothesen zur Pathophysiologie
bei vaskulärer Demenz. Roger Seitz, Abteilung Neuroradiologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI), Fakultät für klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg Die Diffusions-Tensor-Bildgebung
(DTI) ist eine Weiterentwicklung der diffusionsgewichteten MRT-Untersuchung.
Sie ermöglicht es, das Ausmaß und die Richtungsabhängigkeit der Wasserdiffusion
(Brown'sche Molekularbewegung) in allen 3
Raumrichtungen zu erfassen, die in menschlichem Gewebe je nach örtlicher
Zusammensetzung und Zustand mehr oder weniger eingeschränkt, d.h. anisotrop
ist. Die Darstellung der Diffusionseigenschaften mittels DTI gelingt
besonders gut bei starker Diffusionsgewichtung, wie sie bei Anwendung
an einem MRT-Gerät mit hohen Gradientenstärken (40mT/m) und hoher statischer
Magnetfeldstärke (3 Tesla) bei dieser Studie gegeben ist. Aus den Diffusionseigenschaften des Hirngewebes
läßt sich eine Aussage über dessen Intaktheit bzw. Integrität ableiten. Die Messgrössen mittlere Diffusivität
(MD) und fraktionale Anisotropie
(FA) können zur quantitativen Beschreibung der Diffusions-Eigenschaften
in einem Volumen des Gewebes verwendet werden. Sie hängen sowohl vom
Zustand des Gewebes als auch vom Ort des untersuchten Gewebes ab. Ziel der Studie ist es, die mittlere Diffusivität und die fraktionale
Anisotropie in Anteilen des limbischen
Systems in der weissen Substanz des Vorderhirns
zu bestimmen. Die Strukturen des limbischen
Systems sind für kognitive Fähigkeiten wie u.a. die Gedächtnisleistung
von Bedeutung. Bei strukturellen bzw. funktionellen Schädigungen dieser
Regionen, wie sie u.a. bei Demenzerkrankungen auftreten, ergibt sich
eine durch neuropsychologische Testver-fahren beschreibbare Störung dieser Fähigkeiten. Untersucht werden sollen Patienten mit einer
vaskulären Demenz (einer Demenzform, deren Ursache sich im
Wesentlichen auf Durchblutungsstörungen des Gehirns zurückführen läßt) und gesunde Kontrollpersonen. Die Werte der mittleren
Diffusivität und der fraktionalen
Anisotropie der beiden Gruppen sollen untereinander
verglichen werden. Ausserdem sollen die Werte
auf Übereinstimmung mit den Ergebnissen von neuropsychologischen Untersuchungsverfahren
geprüft werden. Unter Plausibilitätsgesichtspunkten sollen die Werte
der mittleren Diffusivität und der fraktionalen
Anisotropie zusätzlich mit einem
Score zur Quantifizierung von strukturellen Schädigungen der weissen Substanz verglichen werden. Insgesamt sollen zur Prüfung der Eignung der
o.g. Messgrössen für die Diagnostik und Differentialdiagnostik
von Demenzen 25 Patienten der Gedächtnisambulanz des ZI untersucht werden,
bei denen klinisch bereits eine vaskuläre
Demenz diagnostiziert wurde. Die Ergebnisse sollen mit denen von 25
geschlechts- und alterskorrelierten nichtdementen
Kontrollpersonen verglichen werden. Die Untersuchung erfolgt am Hochfeld-(3T)-Magnetom
Trio, Fa. Siemens, des Instituts.
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