Forschungsförderung 2005
Simons, Mikael
The role of Aß oligomers in the pathogenesis of Alzheimer's
disease
Die Alzheimer Krankheit ist die häufigste Ursache der krankhaften
Abnahme der intellektuellen und geistigen Fähigkeiten im Alter.
Charakteristisch für die Erkrankung sind Proteinablagerungen im
Gehirngewebe der Patienten. Diese Ablagerungen bestehen hauptsächlich
aus dem so genannten Aß-Peptid. Ursprünglich ist man davon
ausgegangen, dass diese amyloiden Plaques Hauptursache für die
klinischen Symptome und für den Untergang von Nervenzellen sind.
Die neuesten Untersuchungen zeigen jedoch, dass kognitive Symptome schon
vor der Ablagerung amyloider Plaques entstehen. Man nimmt deshalb an,
dass nicht die Ablagerungen selbst, sondern ihre Vorstufen für
die Störung der Nervenfunktion verantwortlich sind. Diese frühen
Vorstufen bestehen aus Aß-Oligomeren, die sich frei im extrazellulären
Raum des Gehirns bewegen können und somit ihre toxische Wirkung
im gesamten Gehirn und nicht nur am Ort der Ablagerung entfalten können.
Tatsächlich ist bereits gezeigt worden, dass diese Oligomere an
die synaptische Membran binden und damit die Gedächtnisleistung
beeinflussen können. Ziel dieses Projektes ist es, herauszufinden,
an welches synaptische Protein Aß-Oligomere binden und wie dadurch
die Funktion der Synapse beeinträchtigt wird. Dazu sollen stabile
Aß-Oligomere in vitro hergestellt und zu kultivierten
Hippocampus-Neuronen gegeben werden, um den Bindungspartner der Oligomere
an der Synapse zu identifizieren. In einem weiteren Schritt sollen Konformationsabhängige
Antikörper hergestellt werden, die spezifisch Aß-Oligomere
erkennen sollen und mit deren Hilfe Oligomer/Protein-Komplexe aus Gewebeproben
von Alzheimer Patienten isoliert werden sollen. Wir erhoffen uns durch
diese Arbeiten ein besseres Verständnis über die molekularen
Mechanismen der synaptischen Dysfunktion, wie sie bei der Alzheimer
Krankheit auftritt, zu gewinnen.
Zurück zur Projektübersicht