Pressemitteilung zum Welt-Alzheimertag 2016

 

Seit 1994 findet jeweils am 21. September der Welt-Alzheimertag statt, der von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International mit Unterstützung der WHO initiiert wurde, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen zu richten.

Deutschlands Alzheimer-Forscher, die behandelnden Ärzte und die pflegenden Angehörigen haben am Monag, 19. September 2016 im Haus der Bundespressekonferenz eine gemeinsame Pressekonferenz duchgeführt

 

"Jung und Alt bewegt Demenz"

 

Hier finden Sie -> die Pressemitteilung

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Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis 2015


Der Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis 2015 wurde im November 2015 in Berlin verliehen und ging je zur Hälfte an

 

Dr. Matthias Brendel (32 Jahre) von der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität in München . -> mehr zur Arbeit des Preisträgers

 

Martin Dyrba (30 Jahre) vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE), Standort Rostock/ Greifswald r . -> mehr zur Arbeit des Preisträgers

 

Beide Preisträger beschäftigten mit unterschiedlichen - sich letzlich aber ergänzenden - Ansätzen zur Verbesserung der Alzheimer-Früherkennung mittels bildgebender Verfahren.

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Alzheimer-Krankheit: Eiweiß nicht alleinige Ursache

Bislang galt bei vielen Forschern die vermehrte Ansammlung von Eiweiß, dem sogenannten Beta-Amyloid, als Ursache der Alzheimer-Erkrankung. Allerdings scheiterten jedoch bislang alle auf dieser Theorie basierenden Behandlungsansätze, wie etwa die Impfung.

„Alle uns vorliegenden Daten zeigen, dass die Alzheimer-Forschung sich von der Beta-Amyloid-Theorie als alleiniger Ursache der Erkrankung verabschieden sollte“, so. Prof. Walter E. Müller, Vizepräsident der Hirnliga e.V., am 29. Januar 2015 auf einem international besetzten Symposium in der Goethe Universität Frankfurt aus Anlass des 50. Geburtstages des Ginkgo Biloba Spezialextrates (EGb 761 / Tebonin®) -> mehr dazu


AKTUELL ZUM THEMA:

Die Neue Zürcher Zeitung beschäftigte sich am 21. Februar 2015 mit der Problematik:

-> Sind die Forscher auf dem Irrweg?

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Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis 2014


Einmal jährlich vergibt die Vereinigung der deutschen Alzheimer-Forscher, die Hirnliga e.V., für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten junger Nachwuchswissenschaftler den Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis. Der Preis wurde Ende Januar 2015, im Rahmen einer von der Hirnliga zusammen mit der Universität Frankfurt durchgeführten öffentlichen Veranstaltung zum Abschluss des Symposiums in Frankfurt verliehen.

 

Dr. Hans Zempel (32 Jahre) vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn erhielt den Preis für seine Arbeiten über die Auswirkungen des sogenannten Tau-Eiweisses in den Nervenzellen. -> mehr zur Arbeit des Preisträgers

 

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Früherkennung: Es muss nicht immer Alzheimer sein !


"Die Alzheimer-Krankheit macht vielen Menschen Angst. Das Schicksal von Rudi Assauer und die Vielzahl von Berichten im Fernsehen und in den Zeitungen aktivieren diese Angst. Wenn dann noch Zeitungen irgendwelche wissenschaftlich ungeprüften Kurztests veröffentlichen, bei denen viele falsche „positive Diagnosen“ entstehen, ist das unverantwortlich, denn es verunsichert die meist älteren Mitbürger“, so Prof. Ralf Ihl, Vorstandsmitglied der Hirnliga.


Es gibt eine ganze Reihe von Tests, die ausführlich wissenschaftlich geprüft wurden und ihre Treffsicherheit bewiesen haben. Diese finden sich jedoch nicht in Zeitungen, sondern werden von geschulten Untersuchern, insbesondere in speziellen Einrichtungen, den Memory-Kliniken oder Gedächtnissprechstunden, durchgeführt. "Schon kleinste Veränderungen beeinflussen die Funktionsfähigkeit des Gehirns. So können etwa erhöhter Stress, schlechter Schlaf, falsche Ernährung oder Alkoholkonsum zu einer Beeinträchtigung der Merkfähigkeit führen. Die meisten Menschen brauchen sich keine Angst zu machen, denn sie werden nicht an einer Demenz erkranken.“ Prof. Ihl weiter: “Doch wer Angst hat und sich unsicher ist, sollte sich untersuchen lassen. In der Mehrzahl der Fälle zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass sich die Menschen grundlos Sorgen gemacht haben.“


Die Hirnliga bietet hier eine -> Adressliste der Gedächtnissprechstunden in Deutschland

 

Speziell für Mitbürger mit Migrationshintergund hat die Hirnliga auch eine -> Adressliste von Gedächtnissprechstunden mit fremdsprachigen Angebot

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Alzheimerforschung bringt viele neue Erkenntnisse -

aber noch ist eine Heilung unmöglich !

 

Die Alzheimerforschung hat in den letzten Jahren einen großen Wissenzuwachs gebracht. Dennoch ist aus wissenschaftlicher Sicht unklar, ob und wann „das Alzheimer-Medikament“, das die Kranheit heilt, zur Verfügung stehen wird.

Das ist kein Grund zur Resignation, sondern ein Grund, mehr in intelligente Forschungs- und Lösungsansätze zu investieren. Es gibt heute schon viele Möglichkeiten zur Früherkennung und Behandlung, die eingesetzt und ausgebaut werden können. Fatal wäre nur, diese Chancen nicht zu nutzen und auf eine Lösung, ein Patentrezept zu hoffen, denn die Alzheimer-Krankheit bedroht nicht nur jeden Einzelnen, sondern auch unsere sozialen Sicherungssysteme. -> mehr dazu

 

Seit 1986 ist die Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher, die Hirnliga e.V. , vielfältig tätig: Sie betreibt Forschungsförderung, unterstützt die Angehörigen, informiert die Politik und zeigt Lösungsansätze auf.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 macht die Hirnliga e.V., die Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher, auf die demographische Entwicklung und die damit verbundene Zunahme der Alzheimerkranken aufmerksam, engagiert sich für die Betroffenen und ihre Familien und hat als erster privater Forschungsförderer in Deutschland bislang 76 Forschungsprojekte gefördert.

 

Die Hirnliga e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Verwaltungskosten werden über andere Projekte finanziert, deshalb kommen die Spenden zu 100 Prozent der Forschung zu Gute. Nach dem Beschluss des Oberlandesgerichtes Oldenburg

ist der Verein in der Liste der gemeinnützigen Einrichtungen als Empfänger von Geldauflagen eingetragen.

 

Unterstützen Sie die deutschen Alzheimerforscher ! -> mehr dazu

 

Haben Sie Fragen dazu ? Wir freuen uns über Ihre Anfrage -> Kontakt


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Internationales Symposium zu neuen Ansätzen der Alzheimer-Therapie

 

Die Hirnliga e.V., hat in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt im August 2011 ein Symposium veranstaltet. 26 international renommierte Experten aus 8 Ländern haben neue Aspekte der Alzheimer-Krankheit im kleinen Kreis. Der Lipidstoffwechsel, die Neurogenese, die Zell-Zell-Kommunikation und die zelluläre Energiegewinnung wurden in den Blick genommen. Im Fokus standen neue Therapieansätze jenseits der Beta-Amyloid-Kaskaden-Hypothese.

 

-> zum Programm Hier die Ergebnisse in einer -> Pressemitteilung
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Alzheimer-Krankheit: Wunsch und wissenschaftliche Wirklichkeit

in Forschung, Prävention und Therapie

 

Die Alzheimer-Krankheit und mit ihr andere Demenzen bedrohen nicht nur jeden Einzelnen, sondern wegen des hohen und langen Pflegeaufwandes auch unsere solidarisch finanzierten sozialen Sicherungssysteme. Verständlich, dass vor diesem Hintergrund jede Nachricht, die eine Heilung dieser schrecklichen Erkrankung verheißt, begierig aufgenommen wird - doch die wissenschaftliche Wirklichkeit dahinter ist meist anders.

Seit ihrer Gründung 1986 fördert die Hirnliga e.V. Forschungsprojekte, vergibt Preise und informiert über die wissenschaftlichen Fakten der Erkrankung - so auch mit dem Hirnliga Symposium am 11. Januar 2011 in Frankfurt:

 

Hier finden Sie -> das Programm und die Vorträge

 

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Die Stellungnahmen der Hirnliga e.V. zu den Veröffentlichungen des

Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen( IQWiG)

 

Das IQWiG wurde im Zuge der Gesundheitsreform am 1. Juni 2004 als eine Einrichtung der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen gegründet und ist im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) oder des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) tätig.

 

Die Gutachten des IQWiG sind Grundlage für die Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses und beeinflussen damit konkret die therapeutischen Möglichkeiten der gesetzlich krankenversicherten Demenzpatienten. Seit Dezember 2005 begleitet die Hirnliga e.V., unter Federführung des Methodikexperten und Mitglied des Vorstandes Prof. Ralf Ihl, die Arbeit des IQWiG

-> zu den Stellungnahmen

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Ost- oder West-Studien: Kein Unterschied in der Qualität der Daten

 

In der Vergangeheit wurden immer wieder Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die in Osteuropa durchegführt wurden angezweifelt. Jetzt wurden Inspektionsergenisse der amerikanische Gesundheitsbehörde FDA analysiert, die zeigen das die Datenqulität gleichrangig ist. Mehr dazu -> externer Link zur Veröffentlichung

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Helfen Sie Deutschlands Alzheimer-Forschern !

 

"Die Alzheimer-Erkrankung meines Mannes Helmut Zacharias hat mir gezeigt, wie schrecklich die Krankheit sein kann. Wie viele andere Menschen in unserem Land wünsche ich mir, dass die Forschung bald eine Heilung für die Krankheit findet. Deutschlands Alzheimer-Forscher haben viele gute Ideen dazu, doch fehlen oft die Forschungsgelder.

 

Die Hirnliga hat in den letzten 20 Jahren sehr viel für die Alzheimer-Kranken, deren aufopfernd pflegende Angehörige und die Forschung getan. Mehr Menschen müssen die Hirnliga kennenlernen und unterstützen - helfen Sie bitte dabei mit !"

 

Hella Zacharias Aufruf: Der vollständige Text

 

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Hilfe für Angehörige und Pflegende

 

Die im Vorstand und wissenschaftlichen Beirat der Hirnliga e.V. engagierten Menschen sind nicht "nur" renommierte Alzheimer-Forscher, sondern auch Ärzte und wissen auf Grund ihrer täglichen Erfahrungen, wie wichtig gerade die Hilfe für Angehörige ist.

 

Bereits 1987 wurde der Ratgeber "Mit neuem Mut Demenzkranke betreuen" erstmals herausgegeben. Mehr als hundertausend Exemplare haben schon vielen Menschen mit Rat zur Seite gestanden. Auf 42 Seiten wird kurz und verständlich über die Ursachen und Auswirkungen der Krankheit informiert und praktische Ratschläge für die Pflege und das Zusammenleben gegeben.  -> mehr über den Ratgeber

 

Die Hirnliga hat von Beginn an die Gründung von Selbsthilfegruppen aktiv unterstützt. Die Adressliste der Selbsthilfegruppen in Deutschland wird ständig aktualisiert.

->zur Adressliste

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Veranstaltungen der Hirnliga e.V.

Es muss nicht immer Alzheimer sein !- Frühdiagnostik von Demenzen und ihre Konsequenzen -
Alzheimer ist inzwischen in aller Munde. Straßenbefragungen zeigen allerdings, dass etwa Zweidrittel aller Deutschen Angst vor der Krankheit haben. Kein Wunder, dass viele Menschen auch Angst davor haben, sich untersuchen zu lassen.
Doch die meisten können nach einer Untersuchung beruhigt wieder nach Hause gehen. Die Hirnliga e.V. veranstaltete zum wichtigen Thema Früherkennung am 23. April 2008 ein Symposium. ->mehr

 

Die Ressourcen-Allokation in der Medizin bei einer älter werdenden Gesellschaft - oder : Wird 2030 zur Realität?

Unter dem Titel „2030 – Aufstand der Alten“ hat das ZDF 2007 ein Thema medienwirksam in die Öffentlichkeit gebracht, auf das Deutschlands Alzheimer-Forscher seit Gründung der Hirnliga e.V. 1986 ständig hinweisen - den demographischen Wandel und seine Auswirkungen auf unsere Sozialversicherungssysteme und die medizinische und pflegerische Versorgung kranker Älterer.

Die hochkarätig besetzte Veranstaltung im Oktober 2007 sollte einen Impuls geben -> mehr dazu und das Programm

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Die Politik ist gefordert: Alzheimer-Kranke nicht weiter diskriminieren !

 

Die Chancen, die schon heute eine umfassende Diagnostik, Therapie und Pflege bieten, werden in unserem Land nur unzureichend genutzt.

 

Weil die Krankheit verdrängt, in der Politik nicht in Zusammenhängen gehandelt und dann an falscher Stelle gespart wird , müssen nicht nur die Alzheimer-Kranken und ihre Angehörigen mehr Leid  ertragen als notwendig ist, sondern auch unser Gesundheits- und Sozialwesen mehr Geld ausgeben als nötig ist.

 

Die Hirnliga e.V. macht seit ihrer Gründung die zuständigen Politiker - sei es in persönlichen Gesprächen, Briefen, parlamentarischen Abenden oder Anhörungen im Deutschen Bundestag - nicht nur auf die Probleme aufmerksam, sondern bietet auch Lösungen an. ->mehr dazu

 

Um mehr politischen Druck zu erzeugen hat die Hirnliga, die AlzheimerAktion.de, ein Aktionsbündnis mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V., der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V. (DGGPP), dem Deutschen Berufsverband für Altenpflege e.V. (DBVA)  und dem Arbeitskreis Gesundheit im Alter initiiert und organisiert die Aktionen.

 

Näheres hierzu -> www.AlzheimerAktion.de.

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Diagnose Alzheimer: Helmut Zacharias

 

Helmut Zacharias, der Anfang 2002 verstorbene "Zauber- Geiger" litt wie 1 Million andere Deutsche an der Alzheimer-Krankheit.

Seine Familie unterstützt aktiv die Arbeit der Hirnliga e.V. Seine Frau Hella Zacharias ist die Schirmherrin der Hirnliga e.V. geworden und an die Öffentlichkeit getreten, um mit Hilfe seiner Geschichte auf die dringend notwendige Unterstützung der Alzheimer-Kranken und ihrer  Angehörigen aufmerksam zu machen.

 

Das Buch "Diagnose Alzheimer: Helmut Zacharias", geschrieben von seiner Tochter Sylvia, schildert die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit seit den ersten Krankheitsanzeichen. Das 102 Seiten umfassende Buch, enthält neben dem Bericht über Helmut Zacharias auf 14 Seiten einige bislang unveröffentlichte Photos der Familie. Der Erlös aus dem Verkauf des Buches wird von der Familie Zacharias der Erforschung der Alzheimer-Krankheit zur Verfügung gestellt.

 

Das Buch ist zum Preis von € 10,00 inklusive Versandkosten bei der Hirnliga e.V. zu erhalten.

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